Destination Fuerteventura - Fuerteventura

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Jandía

Die Insel Fuerteventura ist mit einer Gesamtfläche von 1658 Quadratkilometern die zweitgrößte der Kanarischen Inseln. Sie ist Teil einer mehr als 200 km langen Linie, die bei der kleinen Insel Alegranza nördlich von Lanzarote ihren Ursprung hat, sich bis ca. 20 km südlich von Punta de Jandía verlängert und so die größte kontinentale Plattform der Kanarischen Inseln bildet.

Fuerteventura ist eine Insel mit weitläufigen Ebenen, die nahezu einzigartig auf dem Archipel sind. Anders als auf den übrigen Inseln, wo sich die höchsten Stellen im Zentrum befinden, erstreckt sich im Landesinneren von Fuerteventura eine längliche Ebene. Das Relief der Insel entspricht einer Entwicklungsstufe von fortgeschrittener Reife, und obwohl es im Laufe seiner geologischen Geschichte zahlreiche Eruptionen gab, reichten diese nicht aus, um den Erosionsprozess auszugleichen und das Gebiet merklich zu verjüngen.

Die Insel ist in sechs Gemeinden aufgeteilt: La Oliva, Puerto del Rosario, Betancuria, Antigua, Tuineje und Pájara. Die Hauptstadt heißt Puerto del Rosario (ehemals Puerto de Cabras). Die kleine Insel Lobos mit einer Fläche von 5 km² gehört zur Gemeinde La Oliva.

Pájara
Pájara ist die südlichste Gemeinde der Insel und größte der Kanarischen Inseln. Die Besiedelung des Gebiets von Pájara begann ab dem 16. Jahrhundert, und schon im 18. Jahrhundert galt Pájara es als wichtiger Besiedelungskern. Das erklärt, dass im Jahre 1711 die untergeordnete Kirchengemeinde Nuestra Señora de Regla gegründet wurde. Später, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Gemeindeamt errichtet.

Die Gemeinde verfügt über die größte Flächenausdehnung an Stränden auf dem Archipel, was in großem Maße zur Erschließung von touristischen Siedlungen geführt hat. Die Einwohner der Gemeinde sind hauptsächlich in der Tourismusbranche tätig. Trotzdem sind noch einige Traditionen der Viehzüchter erhalten. So zum Beispiel die Apañadas, die auch auf den übrigen Inseln stattfinden und aus einer Art Zusammentreffen der Viehwirte bestehen, um das halbwilde Vieh aus dem Küstengebiet zu den sogenannten Gambuesas, das sind abgegrenzte Weidegebiete, zu treiben und dort jedes Tier an den Ohren und Gesicht zu kennzeichnen.

Im Bereich Kultur sind zahlreiche Beispiele der traditionellen und religiösen Architektur hervorzuheben. Das Gebäude der Kirche Nuestra Señora de Regla stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Darin ist der Säulengang mit seinem Gepräge aus Schmuckmotiven, die an die Kunst der Azteken erinnert, besonders erwähnenswert.   Erwähnenswert ist auch die im 18. Jahrhundert im Dorf Toto erbaute Einsiedelei, die San Antonio geweiht ist.

Über die gesamte Insel verteilt, können die Urlauber wunderschöne und einzigartige Naturgebiete wie die kilometerlangen Dünen von Corralejo oder die Berglandschaft von Tindaya kennenlernen, ohne dabei die beeindruckende Landschaft von Fuerteventura zu vergessen, bei welcher sich vor allem der Cofete von Jandía herhebt.

Das Wetter von Fuerteventura

Durch ihre geographische Lage werden die Kanaren von zwei Luftdruckgebieten beeinflusst: Auf der einen Seite die Passatwinde, die von den Hochdruckgebieten der Azoren kommen, und auf der anderen Seite der warme Strom aus der benachbarten Wüste Sahara. Beide Einflüsse erhalten ein permanentes Gleichgewicht und ermöglichen so dieses besondere und wunderschön gleichmäßige Klima mit einer Durschnittstemperatur von 21 °C.

Diese Tabelle zeigt die Durchschnittstemperaturen der letzten Jahre auf Fuerteventura:
Monate Max Luft Temp Min Luft Temp Wasser Temp Sonne (Std.)
Januar 21 -> 22 13.5 -> 14 19 7
Februar 21 -> 23 13 18 8
März 23.5 -> 24 14.5 -> 15 18 8
April 24.5 -> 25 15 -> 16 18 8
Mai 25 -> 26 16 -> 17 19 9
Juni 26 -> 27 18 20 11 -> 10
Juli 28 19.5 -> 20 22 <- 21 10
August 29 20.5 -> 21 25<- 23 11 -> 10
September 29 20 25<- 23 8
Oktober 27 19 24<- 22 7
November 24 -> 26 17 -> 18 22 <- 21 6 -> 7
Dezember 21.5 -> 22 15 -> 16 20 7

Während man im restlichen Europa die Aktivitäten an der frischen Luft im Winter einstellen muss, macht der ewige Frühling der Kanaren die Ausübung jeglicher Sportarten und den Kontakt zur Natur das ganze Jahr über möglich.

Auf Fuerteventura gibt es eine grosse Auswahl an Sportaktivitäten. Man kann Wassersport, Motorsport oder Aktivitäten in den Bergen und in der Luft nachgehen. Als typischer Sport ist die „Lucha Canaria“ hervorzuheben; eine Kampfsportart, die nur auf den kanarischen Inseln praktiziert wird.

Sport

Fuerteventura bietet seinen Besuchern einen breiten Fächer an Möglichkeiten und Aktivitäten. Ob Spaziergänge durch wunderschöne Landschaften, Windsurfen, Segeln oder Unterwassersport... Fuerteventura entwickelt sich zu einer Enklave, die wie geschaffen dafür ist, sich am Kontakt mit der Natur zu erfreuen.

Surf:
Die Kanarischen Inseln werden auch das Hawai des Atlantics genannt. Um Fuerteventura herum und speziell im Norden befinden sich verschiedene Surfgebiete. Die beste Zeit zum Surfen ist der Winter; ab November bis März erreichen die Wellen leicht ein Höhe von 1,5 bis 4 Metern. Die abwechslungsreiche Küste im Norden, Nordosten und Osten der Insel bietet mit unterschiedlich schwierigem Wellengang Surfmöglichkeiten für jeden. Die wichtigsten Surfgebiete sind: Punta Helena (Corralejo), El Muelle (Corralejo), Bristol (Corralejo), Generosa, Majanicho, El Hierro, Esquinzo und El Cotillo. Um ein geeignetes Surfgebiet zu finden, kontaktiert man am besten eine Surfschule, die die Gegend kennt und Transfer sowie Ausrüstungsanmietung zur Verfügng stellt.
Windsurf:
Fuerteventura bietet ideale Bedingungen, um Windsurf zu betreiben: angenehme Temperaturen, die alisischen Winde, gute Gegebenheiten und mehrere Schulen, die ideal sind, um Windsurf auszuprobieren oder bereits errungene Kenntnisse zu verbessern. Fuerteventura ist einer der besten Spots für Windsurf und dies ist nicht untertrieben. Wie sein Name bereits sagt (fuerte=stark und ventura=windig) herrscht fast ganzjährig ein konstanter Wind. Somit ist es ein perfekter Ort, um den Sport zu erlernen, zu verbessern oder an Wettkämpfen wie beispielsweise der Weltmeisterschaft, die jährlich in Sotavento im Süden der Insel stattfindet, teilzunehmen. Windsurf ist der wichtigste Sport auf Fuerteventura, der sowohl bei den Einheimischen als auch bei den Urlaubern sehr beliebt ist. Fuerteventura bietet eine Bandbreite von der „Shooting-Galerie“ nahe Corralejo bis hin zur ruhigeren Costa Calma die perfekt für Anfänger geeignet ist.
Tauchen:
Unterirdische Landschaften, tiefe Schluchten, gesunkene Schiffe, Riffe,.... Entdecke die Schätze Fuerteventuras. Der Reichtum dieser Unterwasserwelt mit mehr als 390 Spezies ist einfach unbeschreiblich. Ob Anfänger oder Fortgeschrittener - man kann auf unterschiedliche Art und Weise das Tauchen geniessen. Das ganze Jahr über kann man tauchen, obwohl die beste Zeit im Sommer bis Oktober ist, wo man bis zu 30 m Sicht hat.
Wandern:
Fuerteventura ist darin bestrebt, die Wanderwege zu verbessern, die es erlauben, auf 15 unterschiedlichen Routen die abwechslungsreiche Landschaft (Küste, Wüste, Mondlandschaft. Vulkanlandschaft und Feuchtzone) zu erkunden. Wanderer können 255 km erlaufen, die zum einen neu erschaffen wurden und zum anderen bereits seit vielen Jahren bestehen, da es sich dabei um Pilger- und Hirtenpfade handelt. Auf Fuerteventura ist das Angebot an Wanderrouten sehr gross. Sowohl im Norden als auch im Süden der Insel kann man verschiedene Routen erkunden.
Golf:
Die kanarischen Inseln sind auch unter dem Synonym „Die Inseln des ewigen Frühlings“ bekannt. Golfer können das ganze Jahr über ihrem Lieblingssport nachgehen. Es gibt verschiedene Golfplätze in exklusiven Anlagen oder eingebettet in beeindruckende Landschaften.
  • Golf in Antigua
  • Golf in Pájara
  • Golf in Tuineje
Auf Fuerteventura befinden sich eine der besten Golfplätze der Kanarischen Inseln, die mehrfach ausgezeichnet wurden und einzigartige Bedingungen haben: Palmen und Seen, natürliche Schluchten und Plätze neben dem Meer. Die Unterschiedlichkeit seiner Plätze, sein Klima und das einzigartige Umfeld machen Fuerteventura so besonders, um ganzjährig Golf zu spielen.

Volksfeste

Die Kultur Fuerteventuras und der Kanarischen Inseln ist hauptsächlich spanisch mit einigen lateinamerikanischen Einschlägen. Trotzdem treffen in der örtlichen Kultur verschiedene Aspekte aufeinander, die einmalig auf den Inseln sind, wie zum Beispiel die traditionelle Musik oder Folklore. Man hat die Gelegenheit, diese Musik bei besonderen Ereignissen wie Kulturfestivals oder denVolksfesten, die jedes Jahr in den Gemeinden stattfinden, dargeboten zu bekommen. Bei den großen Festen treten Folkloregruppen auf, die Rondallas genannt werden und ihre jeweiligen Inseln in den entsprechenden traditionellen Trachten vertreten.

Die Geschichte der Insel

Wie auch bei den anderen Inseln der Kanaren ist weitgehend unbekannt, woher die ersten Siedler Fuerteventuras stammen. Es gibt viele und sehr unterschiedliche Hypothesen zu diesem Thema; die Entdeckung von lybisch-berberischen Inschriften hat jedoch notwendigerweise dazu geführt, den Ursprung der Besiedelung der Insel in Nordafrika zu suchen. Jüngste Forschungen lassen darauf schließen, dass sich in diesem Gebiet Berbergruppen, auch Majos genannt, angesiedelt haben, die die primitive Siedlung Fuerteventura gegründet haben. Davon gibt es heute noch einige kulturelle Überbleibsel wie zum Beispiel die Wörter Tofio, Baifo und Tesjuate im Sprachgebrauch und einige Arten der Viehzucht.

Die Insel wurde von Juan de Bethencourt und Gadifer de la Salle in den frühen Jahren des 15. Jahrhunderts erobert und kolonisiert. Die Eroberer setzten sich nach ihrer Ankunft gegenüber den schon existierenden Königreichen Maxorata und Jandía durch, und deren Könige Guize und Ayose nahmen jeweils die Namen Luis und Alfonso an. Sie siedelten sich im Tal von Betancuria an, wo auch die Franziskaner das Kloster San Buenaventura errichteten. Zwischen dem 15. und dem 19. Jahrhundert stand Fuerteventura unter Herrschaftsbesitz. Im 19.Jahrhundert wurde es in die spanische Provinz Canarias (Kanarische Inseln) eingegliedert.

Das traditionelle Produktionssystem basierte hauptsächlich auf Landwirtschaft und Viehzucht und in geringerem Ausmaß auf Fischerei. Die Bevölkerung siedelte sich hauptsächlich im Landesinneren und mit dem Rücken zum Meer an. Trotzdem wurde über die Naturhäfen von Tostón, Puerto de la Peña, Pozo Negro und Caleta de Fuste reger Handel betrieben.

Auch die Häfen von Gran Tarajal, Corralejo, Morro Jable und Puerto del Rosario waren vom Handel begünstigt, wobei Letzterer zum wichtigsten Ausfuhrhafen für die überzähligen Waren der Insel wurde. Das traditionelle Besiedlungsmodell ist im Inneren der Insel gut erkennbar mit zahlreichen Gehöften, die dort, wo die Bodenbeschaffenheit einen Anbau zulässt, auf der ganzen Insel verstreut sind.

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